Jubiläumsreise zum 20 jährigen

Das Salz

Unser Hauptanlass zum 20 jährigen Ortsvereinsjubiläum führt uns ins Baselbiet. Am Samstag 12. September treffen sich 43 Gachnanger bei schönstem Sonnenschein zum Jubiläumsausflug des Ortsvereins. Erstes Ziel sind die Schweizer Rheinsalinen. Im komfortablen Car werden wir, mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt, in die Nordwestschweiz chauffiert. In Riburg angekommen haben wir noch etwas Zeit uns die Füsse zu vertreten, bevor dann die fachkundige Führung beginnt. Wir erfahren in den nächsten zwei Stunden viel Spannendes und Wissenswertes rund ums Thema Salz und Salzgewinnung. Bis vor 200 Jahren wurde das Salz importiert und zum Teil mit Gold aufgewogen, weshalb es auch das weisse Gold genannt wurde.
1836 entdeckte dann Carl Christian Friedrich Glenck nach etlichen erfolglosen Bohrungen an verschiedenen Orten in der Schweiz das erste Salzlager auf dem Rothaus in Muttenz, dort entstand dann die erste Saline, genannt Schweizerhalle.

Ohne Salz gäbe es kein Leben. Salz wird für die Herstellung vieler alltäglicher Gegenstände benötigt. Und auch der menschliche Körper braucht seine Portion Salz (6 g täglich), damit er gesund bleibt. In den Schweizer Rheinsalinen werden verschiedene Salzarten produziert, das geht von verschiedenen Speisesalzen bis zum Industrie- und Auftausalz.
Die Saline Riburg ist auf die Produktion von Lose-Salz spezialisiert und kann bis zu 50 Tonnen Salz pro Stunde produzieren. Lose Salz wird vor allem im Winter für den Strassenunterhalt gebraucht. Sehr eindrücklich sind die Saldome 1 und 2, dies sind riesige Salzlagerhallen. Sie gehören zu den grössten Kuppelbauten in Europa und wurden mit einheimischen Hölzern gebaut. In jeder dieser Kuppeln kann bis zu 100‘000 Tonnen Auftausalz gelagert werden.
Nach diesen interessanten Eindrücken fährt der Car weiter in den nahe gelegenen Schwarzwald, wo wir in der Nähe von Todtnau ein schönes Restaurant ansteuern. Es ist mittlerweile schon fast 13.00 Uhr und der eine oder andere hat einen grossen Durst oder Hunger. Wir werden schon erwartet und zügig bedient.

Auf der Rückfahrt machen wir noch einen Abstecher nach St. Blasien, ein historisches Schwarzwälder Städtchen mit einem schönen Dom. Es ist noch sommerlich warm und so verteilen sich die Leute nach dem Besuch des Doms in den verschiedenen, nahegelegenen Strassencafés.

Pünktlich erscheinen alle wieder im Bus und so können wir die Heimfahrt nach Gachnang antreten. Diese führt uns über Waldshut, Kaiserstuhl und Winterthur sicher nach Hause.

Ein ganz grosses Dankeschön geht an Beda Bürgi, der zusammen mit seiner Frau Susi die Reise organisiert und die Route und Restaurants rekognosziert hat. Es war ein würdiger Jubiläumsanlass. ¦ Michel Waltenspül